Großbeeren bewirbt sich

Am Ende ging es ganz schnell. Der Bürgermeister Großbeerens Tobias Borstel (SPD) teilte auf der letzten Gemeinderatssitzung nur kurz mit: “Die Bewerbung ist fertig und wird jetzt verschickt.”
Die Gemeinde Großbeeren hat sich kurzfristig am Auszeichnungswettbewerb „Sportlichste Stadt/Gemeinde im Land Brandenburg“ beworben.

Der Weg dahin war kurios. Kurz vor Bewerbungsende haben die Grünen und die Wählerinitiative WIR FÜR GROßBEEREN (WfG) eine Bitte an die Gemeindeverwaltung gestellt, ob Großbeeren sich bewerben könne. „Für einen normalen Antrag war es zu spät, aber die Grünen und wir fanden, dass es eine gute Sache wäre sich zu bewerben,” so Dirk Steinhausen, Gemeindevertreter der WfG. Die Gemeindeverwaltung sah allerdings ein Zeitproblem die Bewerbungsunterlagen rechtzeitig einzureichen.
Je länger die Bewerbungsidee im politischen Raum war, umso mehr Unterstützer fand die Idee. Es sprachen sich dann alle Fraktionen dafür aus und auch in der Verwaltung bewegte sich etwas.
Als dann noch Dr. Christian Schäfer, Ehrenvorsitzender der Großbeerener Hockeyclubs, Vorarbeiten für eine erfolgreiche Bewerbung erbrachte, waren alle überzeugt eine Bewerbung abzugeben. „Wir haben viel zu bieten und wir haben gute Chancen. Dass dann auch alle am sprichwörtlichen gleichen Strang gezogen haben, zeigt, dass wir zu gemeinsamen Handeln fähig sind,“ so Claudia Blume-Rottenbiller, (WfG) Vorsitzende der Großbeerener Gemeindevertretung.
Der Wettbewerb wird unterstützt durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS), den Landessportbund Brandenburg und dem Städte- und Gemeindebund Brandenburg (StGB). Es werden insgesamt 20.000 Euro Preisgeld ausgelobt. Zudem rücken die Gewinner mit den besten Ideen und Projekten in das Rampenlicht, das sie verdienen. Die Wettbewerbsjury aus Vertretern des MBJS, des LSB und des StGB ermitteln die jeweils drei Erstplatzierten der beiden Kategorien, die sich dann über 5.000 Euro (1. Platz), 3.000 Euro (2. Platz) bzw. 2.000 (3. Platz) freuen dürfen.

Bild: Jugendmannschaft beim Training (Quelle:Steinhausen)

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